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Kosten

Was kostet 3D-Druck? Die echte Rechnung pro Teil

Material, Strom, Verschleiß und Fehldrucke: die vollständige Rechnung pro Teil — und wie Sie daraus einen Preis machen, der sich trägt.

Was kostet 3D-Druck? Die echte Rechnung pro Teil

Die kurze Antwort: Was ein Druck kostet, hängt weniger vom Materialpreis ab, als die meisten annehmen. Wer nur das Filament rechnet, landet deutlich zu niedrig — in der Praxis liegen die echten Kosten beim Zwei- bis Dreifachen des reinen Materialwerts.

Die Kosten pro Gramm richtig ansetzen

Der Materialanteil ist schnell berechnet: Preis der Rolle geteilt durch 1.000 ergibt den Preis pro Gramm. Nur beschreibt diese Zahl noch keine Produktionskosten. Dazu kommen Strom, die Abschreibung des Druckers pro Betriebsstunde und eine Rücklage für Fehldrucke.

Als Faustregel: rechnen Sie mit dem Zwei- bis Dreifachen des reinen Materialpreises. Diese Spanne bleibt gültig, egal in welcher Währung Sie einkaufen — anders als absolute Beträge, die je nach Markt und Monat schwanken.

Wovon der Preis tatsächlich abhängt

  • Gewicht des Teils, nicht seine Größe. Ein hohles Gehäuse kann leichter sein als ein kleiner massiver Block.
  • Druckzeit — sie bestimmt Stromverbrauch und Abschreibung und wächst mit der Höhe, nicht mit der Grundfläche.
  • Füllgrad und Wandstärke. Von 15 % auf 40 % Infill verdoppelt sich der Materialbedarf beinahe, ohne dass das Teil doppelt so belastbar wird.
  • Stützstrukturen, die vollständig im Abfall landen und trotzdem bezahlt werden müssen.
  • Fehlerquote. Wer mit hundert Prozent Erfolg kalkuliert, kalkuliert zu niedrig.

Was in der Praxis auf der Rechnung steht

Ein gleichmäßiges Filament erspart Nacharbeit, und genau die frisst die Marge — etwa ELEGOO PLA+ 1,75 mm als Standardrolle. Beim Verschleiß ist die Düse der Posten, den alle vergessen: ein Satz MK8-Düsen kostet wenig und gehört trotzdem in die Kalkulation, weil eine abgenutzte Düse die Qualität still verschlechtert.

Der Anschaffungspreis des Druckers fließt nicht als Ganzes in ein Teil ein, sondern verteilt sich über die Lebensdauer. Teilen Sie den Kaufpreis — bei einem Einstiegsgerät wie dem ELEGOO Neptune 3 — durch die erwarteten Betriebsstunden, und Sie erhalten den Abschreibungsanteil pro Stunde.

Welches Gerät zu Ihnen passt, klärt die Kaufberatung in drei Fragen. Die technischen Daten nebeneinander finden Sie in der Druckerdatenbank.

FDM oder Harz: was ist günstiger?

Pro Teil ist FDM günstiger. Filament reicht weit und bringt keine zusätzlichen Verbrauchsmaterialien mit. Harz kostet pro Liter mehr und zieht Isopropanol, FEP-Folie und ein LCD mit begrenzter Lebensdauer nach sich. Dafür liefert Harz einen Detailgrad, den FDM nicht erreicht — und genau dort entsteht die Marge.

Die vollständige Rechnung für Harz mit allen Posten steht in Was Harzdruck wirklich kostet.

Was Sie für einen Druck verlangen sollten

Die im Maker-Umfeld übliche Regel: Gesamtkosten mal 1,5 bis 2,0, also fünfzig bis hundert Prozent Aufschlag. Dazu kommen Ihre Zeit für Modellierung und Nachbearbeitung sowie der Versand. Sonderanfertigungen und eilige Aufträge rechtfertigen einen höheren Faktor.

Wichtig dabei: Der Aufschlag gilt auf die Gesamtkosten, nicht auf den Materialpreis. Wer den Faktor auf das Filament allein anwendet, verkauft unter Selbstkosten und merkt es erst nach Monaten.

Hören Sie auf zu schätzen: Der FDM-Rechner und der Harz-Rechner arbeiten mit Ihren eigenen Preisen und erzeugen ein PDF-Angebot für Ihre Kundschaft.

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Häufige Fragen

Was kostet ein 3D-Druck wirklich?

Die Materialkosten sind nur ein Teil. Rechnen Sie mit dem Zwei- bis Dreifachen des reinen Materialwerts, weil Strom, die Abschreibung des Druckers pro Betriebsstunde, Verbrauchsmaterial und eine Rücklage für Fehldrucke dazukommen. Die Arbeitszeit für Vorbereitung und Nachbearbeitung ist darin noch nicht enthalten.

Wie berechnet man die Kosten pro Gramm?

Teilen Sie den Preis der Filamentrolle durch 1.000, das ergibt den Materialpreis pro Gramm. Diese Zahl beschreibt aber nur das Material: für die tatsächlichen Produktionskosten kommen Strom, Abschreibung und Fehlerquote hinzu.

Wie viel Aufschlag ist beim Verkauf von Druckteilen üblich?

Üblich sind Gesamtkosten mal 1,5 bis 2,0, also fünfzig bis hundert Prozent Marge, zuzüglich Arbeitszeit und Versand. Entscheidend ist, den Faktor auf die Gesamtkosten anzuwenden und nicht auf den Materialpreis allein.

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